Die Geschichte von Zeulenroda
Die Stadt liegt im Süd - Osten Thüringens. Naturräumlich gehört das Gebiet zum Thüringer Schiefergebirge, genauer zu den vogtländischen Hochflächen in seinem Ostteil. Der Ort Zeulenroda ist eine spätmittelalterliche Gründung der Vögte von Weida. Er wurde das erste Mal im Jahre 1325 als " Ze Ulenrode" urkundlich erwähnt. Durch die günstige Verkehrslage an der Kreuzung Waida - Hof und Triptis - Elsterberg entwickelte sich die Siedlung zu einem lebhaften Marktort.

Von hier wurde der Verkehr aus Böhmen und Franken nach Norden geführt. 1438 erhielt Zeulenroda das Stadtrecht. Die Stadt erlebte eine kurze mittelalterliche Blüte, bis sie im Jahre 1500 als Mitgift an die Herrschaft Reuß - Greiz fiel. Schlagartig wurde Zeulenroda eine Enklave und war vom gesamten wirtschaftlich wichtigen Hinterland abgeschnitten. Die Einwohner verarmten.
Die Innungsgründung der Strumpfwirker erfolgte im Jahr 1744. Um 1750 entwickelte sich Zeulenroda zu einer Hochburg der Strumpfwirkerei. Zeulenrodaer Strümpfe erlangten Ende 18. Jahrhunderts und noch mehr im 19. Jahrhundert Weltruf. Daneben gewann das Tischlerhandwerk, die Gummiwirk- und Strickwarenfabrikation sowie die Herstellung von Trikotagen zunehmend an Bedeutung. Durcdie Petersburgh zahlreiche Brände wurde das Stadtbild verändert.

Anfang des 18. Jahrhunderts hatte Zeulenroda 4319 Einwohner. An das Eisenbahnnetz wurde die Stadt als Nebenstrecke Weida - Mehlteuer im Jahre 1883 angeschlossen. Die Entwicklung der Industrie- Möbelfabrikation, Maschinenbau, Textilindustrie u. a. - veränderte zunehmend das Stadtbild und ließ die Einwohnerzahl weiter anwachsen. 1912 zählte die Stadt 10.389 Einwohner. 1904 wurde die neuerbaute Bürgerschule (heute Gymnasium) eingeweiht. Auch das geistig kulturelle Leben in der Stadt entwickelte sich im 19. Jahrhundert.

Nach dem Ausbruch des 1. Weltkrieges kam es in allen Industriezweigen zu einer Stagnation. In der Strumpfherstellung gab es durch die Stillegung der Firma Schopper während der Weltwirtschaftskrise einen großen Rückschlag. Die ehemals führende Rolle Zeulenrodas in dieser Branche ging dadurch endgültig an sächsische Firmen über. Auch der 2. Weltkrieg brachte Leid und Elend für die Stadt. Obwohl nur eine Bombe in Zeulenroda fiel, wurde das Leben immer schwieriger. Viele Flüchtlinge kamen in die Stadt und benötigten ein Dach über den Kopf. Mancher ist weitergezogen und viele sind hiergeblieben. 1952 wurde Zeulenroda Kreisstadt.

Anfang der 50er Jahre wurde mit dem Bau der Wohnungen begonnen. Das setzte sich fort bis in die 70er und 80er Jahre, in denen große neue Wohnviertel entstanden. Drei neue Schulen, mehrere Kindereinrichtungen sowie Kaufhallen sind gebaut worden. 1989 erhielt die neue Katholische Kirche - Heilige Familie - ihre Weihe. Seit der Wende 1989 gibt es weitere bauliche Veränderungen in der Stadt.
Altes verschwindet, Neues entsteht, es wird renoviert und restauriert. Man versucht, der Stadt ihren Charakter als Thüringer Kleinstadt zu erhalten. Altes und Neues soll sich in Harmonie vereinen, zur Freude der Einwohner und Gäste unserer Stadt.

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